Archiv - Gabriele Molitor, MdB

Rationalität in der Energiepolitik wieder herstellen – Besuch des Braunkohletagesbaus Hambach zeigt Weg für verlässliche Energieversorgung

Die Katastrophe im japanischen Fukushima hat gezeigt, dass es dringend geboten ist, verlässliche alternative Energiequellen zu nutzen. Da regenerative Energie allein noch nicht in der Lage ist, die Energieversorgung zu sichern, gelangen auch wieder fossile Energieträger ins Blickfeld. Gabriele Molitor nutzte ihren Besuch im Braunkohletagebau Hambach, um sich über die Arbeit vor Ort und die Zukunftsaussichten der Braunkohle zu informieren.

„Moderne Kohlekraftwerke mit hohen Wirkungsgraden sorgen für eine bessere Effizienz und damit für eine bessere Umweltbilanz.“, erklärte Molitor am Rande ihres Besuches. „Damit die Kohle bis zum Übergang hin zur regenerativen Energie eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung spielen kann, müssen hier weitere Anstrengungen unternommen werden. Fortschritt und vermeintlich ‚alte‘ Energieträger schließen sich eben nicht aus, sondern können sich durch Know-How ergänzen. Die Braunkohle ist ein heimischer Rohstoff, der den Grundsätzen von Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit entspricht. Um unser langfristiges Ziel der Versorgung mit regenerativen Energien zu erreichen, müssen wir alle Mittel nutzen. Nur ‚Nein‘ zu sagen reicht nicht aus – wir müssen Lösungen entwickeln.“


(v.l.n.r.) Dr. Lars Kulik RWE, Klaus Breil Energiepolitischer Sprecher der FDP Bundestagsfraktion, Gabriele Molitor MdB FDP Bundestagsfraktion, Ralf Hempel, Leiter Stab Tagebau Hambach, Ralph Bombis, Kreisverwaltung Rhein-Erft


Dr. Lars Kulik, Leiter Braunkohleplanung bei RWE Power, erläuterte, dass das Unternehmen durch sein Kraftwerkserneuerungsprogramm, die Flexibilisierung der Anlagen und mit seinem Innovationszentrum Kohle intensiv daran arbeitet, die Kohle klimaverträglicher zu verstromen. Kulik: "Deshalb treiben wir zum Einen Entwicklungen voran, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, zum Anderen setzen wir zum Beispiel Projekte im Bereich der Abscheidung , Speicherung oder Nutzung von CO2 um. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass auch die Abbaumethoden in den Tagebauen immer effizienter werden."

Der Braunkohletagebau Hambach in Niederzier ist der größte Tagebau Europas
Der Braunkohletagebau Hambach in Niederzier ist der größte Tagebau Europas

Neben Gabriele Molitor nahmen der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Klaus Breil sowie 25 interessierte liberale Kommunalpolitiker an der Besichtigung teil. Alle zeigten sich beeindruckt von den Ausmaßen des Abbaugebietes und vom hohen Standard der Rekultivierung. Bei den Gesprächen am Rande der Besichtigung und beim anschließenden Abschlussdiskussion wurde deutlich, dass die Braunkohle nach diesen Erfahrungen weiter einen festen Platz im Energiemix haben wird.

Gemeinsam mit 25 interessierten liberalen Kommunalpolitikern besuchte Gabriele Molitor (m.) den Braunkohletagebau Hambach.
Gemeinsam mit 25 interessierten liberalen Kommunalpolitikern besuchte Gabriele Molitor (m.) den Braunkohletagebau Hambach.


Die Diskussion wurde am Abend bei einem energiepolitischen Podiumsgespräch unter dem Titel "Energiewende um 180 Grad?" im Erftstädter Pfarrzentrum St. Kilian fortgesetzt

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