Archiv - Gabriele Molitor, MdB

Praktikum im Deutschen Bundestag

Mein Name ist Linus Terhorst, ich komme aus Düren, einer Stadt in der Nähe von Köln. Mein Schulpraktikum in der 11. Klasse verbrachte ich im Büro der Bundestagsabge-ordneten Gabriele Molitor, der behindertenpolitischen Sprecherin der FDP-Bundes-tagsfraktion. In diesem Bericht möchte ich die Erfahrungen und Erkenntnisse, die ich aus dieser Zeit gewinnen konnte beschreiben.

Aufgrund meines politischen Interesses erschien mir ein Praktikum in einem Abgeordnetenbüro als beste Möglichkeit, die Arbeitsweise des Deutschen Bundestags kennenzulernen. So bewarb ich mich bei Frau Molitor und konnte nach einem telefonischen Gespräch mein Praktikum antreten.

Glücklicherweise teilte sich meine Zeit im Bundestag in eine sitzungsfrei Zeit und in eine Sitzungswoche auf. So lernte ich sehr viele Abläufe des Büros kennen und konnte mich gut integrieren. In der sitzungsfreien Zeit, in der sich die Abgeordneten vor allem in ihrem Wahlkreis aufhalten, ergab sich die Möglichkeit Bürgerbriefe zu beantworten und die Veranstaltungen von Frau Molitor zu organisieren. In diesem Zeitraum lernte ich vor allem die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Büros der Fraktion sowie den interfraktionellen Austausch kennen, was mir Einblicke in den Arbeitsalltag der wissenschaftlichen Mitarbeiter verschaffte. Diese waren im meinen Büro immer hilfsbereit und fachkundig, so dass meine Fragen freundlich und genau beantwortet werden konnten. Das verschaffte mir auch den Eindruck aufgenommen und den Ansprüchen gerecht zu werden. Dieses angenehme kollegiale Verhältnis verbesserte das Arbeitsverhältnis und begeisterte mich sehr.


Gabriele Molitor und Linus Terhorst vor der Kulisse des Reichstags
Gabriele Molitor und Linus Terhorst vor der Kulisse des Reichstags

Die zweite Woche war Sitzungswoche des Deutschen Bundestages, in der die verschiedenen Ausschüsse, Arbeitskreise und Arbeitsgemeinschaften tagten. Diese Zeit verschaffte mir vor allem die Eindrücke des Alltages eines Abgeordneten. Mir war es erlaubt an allen Gesprächen teilzunehmen, von der Ausschusssitzung und Plenardebatte bis hin zu einem Fachgespräch im kleinen Kreis. So wurde mir bewusst, dass ein Abgeordneter im Deutschen Bundestag nicht nur in grundsätzlichen Themen seine Stimme abgeben kann, sondern auch fachspezifische Kompetenz in den einzelnen Gesprächen beweisen und auch diesbezüglich entscheiden muss. Dies war für mich ein völlig neuer Aspekt des politischen Alltages und ermöglichte mir eine andere, positive Sicht auf das, oft von Außenstehenden geprägten, Bild eines Abgeordneten. Auch der persönliche Austausch mit Frau Molitor verstärkte dieses Bild deutlich. Auch die interfraktionellen Sitzungen wie der Ausschuss für Gesundheit, in dem Frau Molitor Mitglied ist, verdeutlichten, dass der Alltag der Abgeordneten abseits der Medien auf Kooperation und kollegialem Umgang beruht. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass jeder einzelne Abgeordnete immer im Bewusstsein seine Aufgabe und Verantwortung war und so auch seine Handlungen bestimmte.

Auch die Aufgaben der persönlichen Referenten der einzelnen Fächer in den Sitzungen lernte ich kennen und mir wurde bewusst, dass hinter dem simpel erscheinenden System ein großer Stab an wissenschaftlichen Arbeitern steht, der für die Detailplanung von einzelnen Themen verantwortlich ist und bei der Entscheidungsfindung hilft. Mein Ergebnis dieses zwar kurzen, jedoch sehr ergiebigen Praktikums ist vor allem von neuen Perspektiven und Bildern geprägt. Ich sammelte nicht nur Erfahrung vom Arbeitsalltag eines politisch engagierten Menschen, sondern erfuhr auch einen gesunden kollegialen Umgang im Arbeitsverhältnis. Dies kam meines Erachtens besonders dem Niveau und der Produktivität der erbrachten Arbeit sowie der allgemeinen Atmosphäre zu gute. Auch meine Perspektiven in Sachen Studium und Berufsplanung erweiterten sich enorm. Ich denke, dass der Beruf des wissenschaftlichen Mitarbeiters in dieser oder ähnlichen Thematik für mich eine sehr attraktive Möglichkeit in der Zukunft bietet um meine persönliche Interessen mit einer Tätigkeit zu verbinden.

So sehe ich das Praktikum als vollen Erfolg verbleibe als Schüler mit neuen Erkenntnissen über unseren Staat und dessen Organisation sowie nützlichen Erfahrungen, die mir neue Perspektiven für meine Zukunft bieten.


Linus Terhorst

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