Archiv - Gabriele Molitor, MdB

Behindertenpolitik geht alle an

Berlin, 24. März 2011 - Weltweit gibt es etwa 650 Millionen Menschen mit Behinderung: sie sind die größte Minderheit der Welt. Vor diesem Hintergrund hat die behindertenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagfraktion Gabriele Molitor heute an einer Pressekonferenz zur Vorstellung des auf Deutsch übersetzen UN-Handbuchs für Parlamentarier zur UN-Behindertenrechtskonvention teilgenommen. Der Ausschuss für Arbeit und Soziales hatte sich im Frühjahr 2010 fraktionsübergreifend für die Übersetzung in die deutsche Sprache eingesetzt - die englischsprachige Ausgabe gibt es bereits seit 2007. Gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Hubert Hüppe und den behindertenpolitischen Sprechern der anderen Fraktionen stand Gabriele Molitor den geladenen Fachjournalisten Rede und Antwort.


Gabriele Molitor und der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Hubert Hüppe bei der gemeinsamen Vorstellung des auf Deutsch übersetzten Handbuchs für Parlamentarier zur UN-Behindertenrechtskonvention
Gabriele Molitor und der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Hubert Hüppe bei der gemeinsamen Vorstellung des auf Deutsch übersetzten Handbuchs für Parlamentarier zur UN-Behindertenrechtskonvention


Dabei stellte Molitor klar, dass die (Menschen)Rechte von Menschen mit Behinderung endlich umfassend zu verwirklichen seien. "Das Handbuch sensibilisiert Parlamentarier für die UN-Behindertenrechtskonvention und die Interessen von Menschen mit Behinderung. Es ist gut, dass es das Handbuch jetzt endlich auch in Deutsch gibt - dass es solange gedauert hat zeigt, dass wir uns alle noch mehr für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzen müssen. "

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch darauf hingewiesen, dass die UN-Behindertenrechtskonvention keine Sonderrechtskonvention ist. "Diese Konvention will bestehende Menschenrechte ergänzen und an den besonderen Belangen von Menschen mit Behinderung ausrichten. Insbesondere die im Buch enthaltenen Checklisten zeigen auf, wie sich Abgeordnete einsetzen können, damit die Konvention auch umgesetzt werde." erklärte Molitor.


(v.r.) Gabriele Molitor, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Hubert Hüppe und die Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales Katja Kipping bei der gemeinsamen Vorstellung des auf Deutsch übersetzten Handbuchs für Parlamentarier zur UN-Behindertenrechtskonvention
(v.r.) Gabriele Molitor, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Hubert Hüppe und die Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales Katja Kipping bei der gemeinsamen Vorstellung des auf Deutsch übersetzten Handbuchs für Parlamentarier zur UN-Behindertenrechtskonvention

Gabriele Molitor sieht das Handbuch als "Gebrauchsanleitung dafür, wie die Behindertenrechtskonvention mit Leben gefüllt werden kann." Es mache deutlich, dass Behindertenpolitik eine Querschnittsaufgabe sei, um die sich alle Abgeordneten kümmern müssten. Jeder Parlamentarier könne in seinem Ausschuss und in seinem Bereich an der Umsetzung der Konvention mitwirken. Das Handbuch bietet Anregungen, Anweisungen um im politischen Alltag Menschen mit Behinderungen nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Barrieren in den Köpfen gilt es einzureißen. Das Handbuch bietet dafür eine schnelle Hilfe.


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